„Paradies – Was verstehe ich darunter?“ von Elke Bergerin (Dieburg)

Ad hoc verband ich mit dem Begriff PARADIES freudige Glückseligkeit, verbunden mit biblischen Bildern, von berühmten Malern zitiert.

Und nach kurzer Zeit erster Verschriftlichung meiner Gedanken, öffnete sich ein schier unendlicher Raum und es wurde komplex.

Für mich ist P. eine Art Zustand mit optimalen Bedingungen für ein Leben in Frieden, Sorglosigkeit, Freiheit und Seelenheil. Ich denke an schöne Erlebnisse, ein freies Gefühl inmitten herrlicher Natur, federleicht, unbeschwert, zufrieden und glücklich.

Meine Erfahrungen verbinden positive Erlebnisse mit paradiesischen Zuständen und erzeugen Vorstellungen, wie ein Paradies auszusehen hat.

Aber Achtung: Dieses Paradies ist flüchtig und nicht von Dauer.

Paradies bedeutet für mich die Erde selbst, als Basis und real physisch präsente Materie. Hier gibt es alles, was für unsere Existenz nötig ist.

Die gesamten Mensch- bzw. Tier und Pflanzenwelt beseelen die Erde. Wir sind Statisten und Akteure in unserem Paradies.

Menschen anderer Regionen der Erde, sehen das womöglich ganz anders.

Ich wurde nicht getauft, konfirmiert, gehöre keiner Religion an und wurde dennoch, wie die meisten Europäer, historisch christlich geprägt.

Ich wurde in eine friedliche Welt hineingeboren und durfte geborgen in ihr aufwachsen. Ein Glück, was nicht jedem Mensch widerfährt.

Mitteleuropäer leben seit geraumer Zeit in Frieden und Wohlstand.

Ein Zustand welchen Andere als paradisisch bezeichnen.

Dennoch sind viele Menschen hier nicht glücklich.

Durch die wichtigste religiöse Textsammlung (Bibel) wird das Paradies für die Menschen „verbildlicht“. In meinen Augen ein Versuch ein menschliches Miteinander zu organisieren, zu regeln und Orientierung zu geben.

Seither entwickelt sich unser Zusammenleben und wird von Erkenntnissen gespeist. Sie sind Teil unserer heutigen Vorstellung von Zivilgesellschaft.

Das Paradies wird individuell interpretiert und verstanden und berichtet von der Vorstellung eines im Moment erstrebenswerten Zustands.

Und doch gibt es einen Konsens, der einhergeht mit Ruhe, Harmonie, Zufriedenheit, Weite, Natur, Helligkeit, Sorglosigkeit und Frieden.

Die Erstrebung des Paradies als Ganzes sollte also als gesellschaftliche Aufgabe verstanden werden, in der sich Menschen gemeinsam den Unebenheiten widmen und „korrigieren“.

Damit müsste die Fähigkeit altruistischen Denkens an Aktualität gewinnen und erstrebenswert gelten. Sehr spannend, doch an dieser Stelle möchte ich meine Ausführung beenden, denn nun wird ein weiteres Thema eröffnet und würde hier zu weit führen.



Es hat sich sehr gelohnt über PARADIES nachzudenken.

Vielen Dank für den tollen Impuls!

3lke Bergerin


Dieburg im Januar 2021


www.elkebergerin.de